Fred Geschka - 2. Vorstandsvorsitzender

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Manfred Geschka

2. Vorsitzender und Gründungsmitglied

Manfred Geschka, 2. Vorsitzender und Gründungsmitglied der Lebenswerte Gesellschaft e. V.. Geboren in Wien und aufgewachsen in Neutraubling, mein vollständiger Name lautet Manfred, Rudolf, Karl, Franz, Geschka.

Meine vielen zweiten Vornamen habe ich meinem Großvater zu verdanken. Sicherlich auch deswegen, weil meine Großmutter eine von Brenner war und mein Großvater ein leidenschaftlicher Verfechter der Habsburger war. Man kann sich sicherlich vorstellen, dass mein Großvater alles andere als begeistert war, als im Jahr 1919 das „Adelsaufhebungsgesetz“ in Kraft getreten ist.

Mein Vater war überzeugter Kommunist, da gab es dann zwischen den beiden hin und wieder heftige politische Diskussionen im Salon wie sie das Wohnzimmer nannten, dort stand auch der Flügel auf dem Onkel Franz die hitzigen Debatten ironischerweise musikalisch mit Walzermusik begleitet.

Meine Mutter verhielt sich dazu immer neutral und wir Kinder genossen eine liberale Erziehung. Die Werte wie Freiheit und Selbstbestimmung waren mir als Kind schon sehr wichtig und wurden von meinen Eltern auch weitgehend respektiert.

In meiner Jugend diskutierte auch ich gerne über den Sinn des Lebens und die Frage welche Werte sind wichtig und sollten auch unbedingt geschützt werden.

In den 90er-Jahren habe ich viele Vorträge zu unterschiedlichsten Themen wie Spiritualität, Persönlichkeitsentwicklung und Psychologie besucht, denen als Basis auch immer bestimmte Werte wie Achtsamkeit, Toleranz, Wertschätzung und Offenheit zugrunde lagen.

Durch Gespräche mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten über Werte, den Sinn des Lebens und die Fragen Wer wir sind? Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? – festigte sich meine Philosophie zum Leben. Im Kern sind wir alle eins; erst Kultur und Erziehung formen unsere scheinbaren Unterschiede. Diese durch Kultur, Umfeld und Werteerziehung geprägten Unterschiede erschaffen eine Vielfalt, die unser Zusammenleben ungemein bereichert. Diese Bereicherung entfaltet sich jedoch nur auf dem Fundament der richtigen, verbindenden Werte.

Auf einem dieser Vorträge habe ich dann auch zum ersten Mal von der „Living Values“-Initiative gehört – jenen 12 Kernwerten der UNESCO, welche die Vereinten Nationen im Jahr 1995 ins Leben gerufen haben um Menschen weltweit über gemeinsame Werte zu verbinden.

Diese Werte – von Frieden, Respekt und Liebe über Verantwortung, Toleranz und Ehrlichkeit bis hin zu Glück, Zusammenarbeit, Bescheidenheit, Einfachheit, Freiheit und Einheit – bilden das Fundament der Initiative.

Diese Werte dienen uns als innerer Kompass für das menschliche Zusammenleben und spiegeln exakt die Vision wider, die wir im Verein „Lebenswerte Gesellschaft e. V.“ gemeinsam leben.

Das Ziel muss es sein, diese Werte als festen Bestandteil in der Kindererziehung und Jugendbildung zu etablieren und gleichzeitig Erwachsenen als täglicher Kompass zu dienen.

Aus diesem Gedanken heraus wurde der Verein „Lebenswerte Gesellschaft“ ins Leben gerufen. Durch innovative Projekte, interaktive Workshops und kreative Impulse vermitteln wir ein unverzichtbares Wertebewusstsein – spielerisch, nachhaltig und über alle Generationen hinweg. Damit schlagen wir eine Brücke von der Menschlichkeit direkt in unseren modernen Alltag.

Danke für deine Aufmerksamkeit und fürs Lesen.

Zur Verdeutlichung hier eine Übersicht der 12 Kernwerte der „Living Values“-Initiative und deren Bedeutung für das menschliche Zusammenleben:

 

  • Frieden (Peace): Der Zustand von innerer Ruhe und äußerer Gewaltfreiheit. Er beginnt im eigenen Geist und zeigt sich im harmonischen Umgang mit anderen.
  • Respekt (Respect): Die Anerkennung des eigenen Wertes und der Würde aller anderen Menschen. Er beinhaltet Wertschätzung, aufmerksames Zuhören und Akzeptanz von Vielfalt.
  • Liebe (Love): Die universelle Kraft, die Menschen verbindet und die Basis für echtes Mitgefühl bildet. Sie ist frei von Bedingungen und sucht das Wohl des anderen.
  • Verantwortung (Responsibility): Das Bewusstsein für die eigenen Pflichten, Handlungen und deren Konsequenzen. Sie bedeutet, einen positiven Beitrag zur Gemeinschaft beizusteuern.
  • Toleranz (Tolerance): Die Offenheit und Geduld gegenüber anderen Meinungen, Lebensweisen und Kulturen. Sie ermöglicht ein friedliches Miteinander trotz Unterschieden.
  • Ehrlichkeit (Honesty): Das Handeln in Aufrichtigkeit, Wahrheit und Integrität. Sie schafft tiefes Vertrauen zwischen Menschen und verhindert Missverständnisse.
  • Glück (Happiness): Ein Zustand inneren Friedens und von Zufriedenheit, der nicht von äußeren Besitztüfern abhängt. Es entsteht vor allem durch das Teilen positiver Werte.
  • Zusammenarbeit (Cooperation): Das gemeinsame Hinarbeiten auf ein höheres, kollektives Ziel. Sie basiert auf Teamgeist, gegenseitiger Unterstützung und geteilter Verantwortung.
  • Bescheidenheit (Humility): Die Fähigkeit, das eigene Ego zurückzunehmen und ohne Arroganz zu agieren. Sie ermöglicht es uns, von anderen zu lernen und dankbar zu sein.
  • Einfachheit (Simplicity): Die Konzentration auf das Wesentliche im Leben. Sie fördert Nachhaltigkeit, Achtsamkeit und befreit von unnötigem materiellen oder mentalen Ballast.
  • Freiheit (Freedom): Das Recht auf Selbstbestimmung und freie Entfaltung, solange die Freiheit anderer nicht verletzt wird. Sie erfordert gleichzeitig immer auch Verantwortung.
  • Einheit (Unity): Das Bewusstsein, dass wir trotz aller individuellen Unterschiede als Menschheit im Kern eins sind. Sie überwindet Spaltung und fördert weltweiten Zusammenhalt.